Ich bin kein Fotograf.
Trotzdem habe ich fünf Jahre eine Fotoagentur geführt, die bis zu 150 Hochzeitspaare im Jahr begleitet hat, mit fünf Teams. Und später bei PicturePeople das operative Geschäft von mehr als 70 Studios in drei Ländern verantwortet.
Ich bin kein Gastronom.
Trotzdem wurde aus einem Baumarkt-Prototyp ein patentiertes Tischfeuer, ein Restaurant mit 40 Plätzen im Bochumer Bermuda3Eck und ein Franchise mit fünf Standorten zwischen Bochum und Mallorca. Erster Platz beim Senkrechtstarter 2013. Höhle der Löwen 2014. Seit 2026 bin ich wieder an Bord.
Ich bin kein Personaler, kein Software-Architekt.
Trotzdem habe ich bei KarriereKind in zwölf Monaten eine Recruiting-Plattform von null auf live gebracht, erst als COO, dann als Geschäftsführer. Und bei meeva dreizehn Monate als Interim-COO eine Lücke gefüllt, bis das Haus wieder ohne mich lief.
Warum ausgerechnet dort?
Weil mich nie die Branche gereizt hat, sondern die Aufgabe dahinter. Ein Laden, der laufen muss. Ein Team, das jemanden braucht, der entscheidet. Ein Ablauf, den noch niemand aufgeschrieben hat. Das sieht in einer Fotoagentur nicht anders aus als in einem Softwarehaus.
Und warum hat es funktioniert?
Weil ich nie versucht habe, der Beste am Handwerk zu sein. Ich suche die Leute, die es können, und baue ihnen den Rahmen: Zahlen, Abläufe, Verantwortung. Wer nicht selbst fotografiert, sieht schneller, wo die Agentur Geld verliert. Wer nicht selbst programmiert, fragt früher, wofür das Feature gut ist.
Ich bin ein Denker, der gerne anpackt. Ein Denkpacker, wenn man so will.
Heute arbeite ich mit mittelständischen Unternehmen, die ihre Strategie nicht in der Schublade liegen lassen wollen – an konkreten Projekten, mit Verantwortung, bis es läuft.